Abgabeinformationen Schnappschüsse Wichtiges Terminkalender Kastraten Copyright

Ernährung



Ernährung

Grundlagen

Die Katze ist ein Beutefresser, das heißt, dass ihre Nahrung in erster Linie aus Fleisch besteht. Jedoch verzehrt sie mit ihrer Beute auch deren Mageninhalt, der sich zum größten Teil aus pflanzlichen Bestandteilen zusammensetzt. Die darin enthaltenen Nährstoffe sind für die Katze wichtig.

Wenn man eine Katze ausschließlich mit Fleisch ernähren würde, käme es zu erheblichen Mangelerscheinungen.

Jedoch sollte natürlich der Großteil ihrer Nahrung aus Fleisch bestehen.

Auf jeden Fall haben Essensreste aus der menschlichen Küche nichts im Futternapf zu suchen. Sie enthalten nicht die richtigen Nährstoffe, sind zu stark gesalzen und gewürzt. Manche Nahrungsmittel, wie z.B. Zwiebeln oder Schokolade sind für den Stubentiger sogar giftig.

Auf (rohes) Schweinefleisch sollte man absolut verzichten, es kann für die Katze gefährliche Krankheitserreger enthalten. Generell ist von rohem Fleisch eher abzuraten.

Gegen ein Löffelchen Quark, Joghurt oder Hüttenkäse, ein Stückchen Käse oder gelegentlich gekochtes Hühnerfleisch oder ein paar Krabben ist nichts einzuwenden. Diese Dinge sind gesünder als viele der im Handel erhältlichen „Leckerlis“.



Milch ist, entgegen der landläufigen Meinung, nicht für Katzen geeignet. Die meisten Samtpfoten vertragen den darin enthaltenen Milchzucker nicht und bekommen Durchfall. Es gibt jedoch spezielle, laktosereduzierte, Katzenmilch, die eine gute Alternative darstellt. Milch ist jedoch kein Getränk, und ersetzt nicht das Wasser.

Wasser sollte der Katze täglich frisch zur Verfügung stehen. Besonders bei einer Ernährung mit Trockenfutter muss die Katze ausreichend trinken. Der Wassernapf sollte in einiger Entfernung zum Futternapf platziert werden, damit die Katze nicht nur beim Fressen trinkt. Da Katzen von Natur aus nicht viel trinken, empfiehlt es sich, mehrere Wassernäpfe in der Wohnung aufzustellen. Dadurch trinken die meisten Katzen etwas mehr, da sie quasi im Vorbeigehen immer mal wieder ein Schlückchen zu sich nehmen.

Die tägliche gründliche Reinigung der Futter- und Wassernäpfe ist selbstverständlich.

Zur Aufbewahrung des Futters sollte man dieses nicht in der geöffneten Dose lassen, weil schädliche Bestandteile des Metalls ins Futter übergehen können. Man kann das Feuchtfutter in ein Gefäß aus Plastik oder Glas umfüllen. Angebrochenes Dosenfutter sollte zwar im Kühlschrank aufbewahrt werden, jedoch sollte es bei der Fütterung Zimmertemperatur haben. Ist das Futter zu kalt, reagieren viele Katzen mit Magenproblemen.



Die richtige Futterwahl

Das richtige Katzenfutter für seine Samtpfote zu finden, ist bei der Vielzahl der erhältlichen Produkte nicht leicht.

Wer auf eine gesunde Ernährung seiner Katze achtet, sollte sich die Inhaltsangaben auf der Futterpackung genau durchlesen.

Vor allem sollte man darauf achten, dass das Futter einen genügend hohen Fleischanteil aufweist. In vielen Futtersorten aus dem Supermarkt sind laut Etikett lediglich 4 % „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ enthalten. Diese sogenannten „tierischen Nebenerzeugnisse“ können alles mögliche beinhalten, wie z.B. Schlachtabfälle, Federn, Tiermehl (nicht nur von der auf der Dose/Packung stehenden Tierart) usw.



Außerdem wird solches Futter mit jeder Menge Mais (der ganze Maiskolben wird verwendet), Sojabohnen, Erdnusshülsen etc. gestreckt.

Bei Inhaltsangaben stehen die Inhaltsstoffe in der Reihenfolge ihres Mengenanteiles. Zwar stehen zuerst meist „Fleisch und tierische Nebenprodukte“, jedoch folgen dann z.B. Mais- oder Sojabestandteile noch einzeln aufgeschlüsselt (z.B. Mais, Maismehl,...). Wenn man diese zusammenrechnet, besteht das Futter zum größten Teil daraus. Weiterhin sollte man sich die Liste der Zusatzstoffe wie z.B. Konservierungsstoffe ansehen. „Ethoxyquin“ ist giftig, die Zusatzstoffe BHT, BHA und Propylgallat sind als bedenklich eingestuft. Oft enthält das Futter Karamell oder Zucker, was nicht nur absolut sinnlos, sondern ebenfalls schädlich ist. Die Fleischbrocken werden z.T. künstlich hergestellt, damit das Futter für uns Katzenbesitzer appetitlicher aussieht. Unsere Katzen fressen es zwar gern, aber es ist nicht auszuschließen, dass gewisse Lockstoffe enthalten sind. Von solchen Futtersorten muss z.B. bis zu 400 g (Dosenfutter) gefüttert werden, damit die Katze halbwegs mit Nährstoffen versorgt ist.

Man sollte also das Futter genau unter die Lupe nehmen, bevor man es seinem Liebling in den Napf füllt.

Es gibt hochwertiges, leichtverdauliches Qualitätsfutter verschiedener Hersteller, welches einen hohen Anteil an Fleisch aufweist. Auf der Packung steht dann beispielsweise statt „tierischer Nebenerzeugnisse“ „Hühnerfleisch“ bzw. „getrocknetes Hühnerfleisch“ bei Trockenfutter. In vielen hochwertigeren Futtersorten werden Vitamine zur Konservierung verwendet. Es enthält keine künstlichen Farbstoffe und Aromastoffe. Dieses Qualitätsfutter ist zwar auf den ersten Blick sehr teuer, jedoch benötigt die Katze sehr viel weniger davon. Es gibt Trockenfutter - Sorten, bei denen die Tagesration einer durchschnittlichen Katze bei ca. 40 - 50 Gramm liegt.



Trocken oder Dose?

Füttert man hochwertiges Katzenfutter, hat man eigentlich die Wahl zwischen Dosenfutter, Trockenfutter oder einer Kombination von beidem.

Gutes Trockenfutter ruft keine Harnwegserkrankungen hervor, wie oft angenommen. Viele Katzenhalter und Züchter ziehen es dem Feuchtfutter vor, da es konzentrierter ist, und die Katze nur eine geringe Menge benötigt. Man kann es auch problemlos über den ganzen Tag hinweg stehen lassen, da es nicht so leicht verdirbt wie Feuchtfutter. Unsere Katzen haben immer Trockenfutter zur Verfügung, welches sie sich selbst einteilen können. Katzen fressen gern in kleinen Portionen über den Tag verteilt. Morgens und abends gibt es dann einen Klecks Dosenfutter, sozusagen als Leckerchen. Gelegentlich bekommen sie gekochtes Hühnerfleisch oder Krabben.

Ich persönlich halte diese Kombination aus einem größeren Anteil Trockenfutter und ein wenig Dosenfutter (sozusagen als Leckerli) für optimal und habe bisher nur gute Erfahrungen damit gemacht. Wie gesagt kommt es dabei jedoch auf die Futterqualität an. Dadurch, das immer Trockenfutter zur Verfügung steht, müssen wir uns nicht genau an feste Futterzeiten halten.